Laimer Maibaumfreunde e.V. - Für einen Maibaum auf dem Laimer Anger in München Laim
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Maibaumchronik

Der Werbespiegel schreibt: Kontrovers geführte Diskussion

Bezirksausschuss stimmt mehrheitlich gegen eine Maibaum-Aufstellung auf dem Laimer Anger.

Das Gezänk um einen Maibaum für Laim geht weiter. Während der jüngsten Sitzung des Bezirksausschusses Laim (BA 25) stimmten die Lokalpolitiker mehrheitlich gegen einen Maibaum auf dem Laimer Anger. Die CSU – Pro-Maibaum-Fraktion und die FDP im Bezirksparlament – hatten keine Chance gegen die Übermacht aus SPD und Grünen.

Durch diesen Mehrheitsbeschluss des Stadtviertel-Parlaments ist eine seltsam anmutende Lage entstanden. Denn: Ein solches Frühlingssymbol auf dem Anger zu errichten, ist durch das Bau-referat der Stadt quasi bereits genehmigt worden. Überdies war bei der Bürgerversammlung im Oktober 2003 mehrheitlich beschlossen worden, künftig solle ein Maibaum den Stadtteil-Grasplatz zieren. Initiator des Antrages ist der Laimer Hans Rotter. Mit Gleichgesinnten gründete er im April dieses Jahres den Verein, die "Laimer Maibaumfreunde e.V.".

Die "Laimer Maibaumfreunde" setzen sich dafür ein, dass auf dem historischen Dorfanger ein solches Wahrzeichen für bayerische Brauchtumspflege einen Platz erhält. Eher beiläufig hatten die BA-Mitglieder bei einer Sitzung am 13. September 2005 erfahren, dass just an diesem Tag der Laimer Anger von "Freunden” und Mitarbeitern des Baureferats besichtigt worden war. Zweck des Unternehmens: den Standort für den Maibaum festzusetzen. Die Sozialdemokraten im Bezirksparlament fühlten sich übergangen und waren verärgert. Umso mehr, als bekannt wurde, dass das BA-Mitglied Gerhard Krämer (CSU) im Vorstand des Vereins engagiert ist.
Bei einer neuerlichen Ortsbegehung des Angers am 11. November 2005, bei der auch Vertreter von SPD und Grünen anwesend waren, verhärteten sich die Fronten zwischen Maibaum-Freunden und –Gegnern. Bisheriger Schlusspunkt der kontrovers geführten Diskussion ist das Ergebnis der Abstimmung bei der jüngsten Bezirksausschuss-Sitzung.

"Keine Versündigung"

Peter Stöckle, Vorsitzender der CSU-Fraktion, legt Wert darauf, festzustellen, dass die Fraktion der Christsozialen nicht in die Verhandlungen der Maibaumfreunde mit der Stadt eingeschaltet gewesen sei. Er plädiert indes dafür, den Maibaum, wie beabsichtigt an "dem zentralen Punkt in Laim" aufzustellen. Stöckle: "Es ist keine Versündigung am Laimer Anger, wenn man dort einen Maibaum aufstellt." Auch die Bevölkerung werde wohl nicht kritisch darauf reagieren. Dazu kommt von der SPD-Fraktion der Einwand, der Standort sei nicht passend. Überdies meint Katja Weitzel, Laim fehle der dörfliche Charakter dafür. Laim sei Teil einer Großstadt.

"Zum Maibaum gehört eine Kirche und ein Wirtshaus und das alles gibt es am Laimer Anger", trägt Gerhard Krämer von der CSU-Fraktion vor. Schützenhilfe bekommt er von Michael Bernhard (CSU) und Laurentius Pfäffl (CSU), dem stellvertretenden BA-Vorsitzenden. Sie meinen, ein Maibaum fördere das Gemeinschaftsleben und das Gemeinschaftsgefühl im Stadtteil. Wogegen die Grünen nicht grundsätzlich etwas einzuwenden haben. Reinhard Lisowski schlug jedoch als Standort alternativ den Agricolaplatz oder den Platz neben der Schule an der Fürstenrieder Schule vor. Der Maibaum passe optisch nicht in die Gestaltung des Angers. Der Ortstermin habe gezeigt: ein Standort zwischen Bäumen ist ungeeignet.

"Habe den Konflikt kommen sehen"

Krämer (CSU) beteiligte sich nicht an der Maibaum-Abstimmung. Mögele hatte ihn zuvor gefragt, welche Funktion er im Maibaumverein wahrnehme. Krämer: "Ich bin im Vorstand." Dann dürfe er nicht mit abstimmen, beschied darauf der BA-Vorsteher. Laurentius Pfäffl bemühte die Gemeindeordnung, um Krämers Stimmrecht zu verteidigen. Das Stimmrecht dürfe nur dann entzogen werden, wenn sein Parteifreund aus der Entscheidung einen persönlichen Nutzen ziehen könne. Davon aber könne bei Krämers ehrenamtlicher Tätigkeit für den Verein keine Rede sein.

Josef Mögele (SPD) hatte sich indes im Vorfeld beim Direktorium der Stadt informiert: "Ich habe den Konflikt kommen sehen.” Er habe die Auskunft erhalten: "Wenn jemand im Vorstand eines eingetragenen Vereins ist, sollte er auf keinen Fall mitstimmen." Daraufhin erklärte Josef Linzmeier (CSU): "Dann darf ich auch nicht mitstimmen." Linzmeier und Krämer stimmten nicht mit ab.

Jürgen Marek, Pressesprecher des Baureferats, räumt ein, es sei vom Gartenbaureferat nicht glücklich gewesen, das Aufstellen eines Maibaums auf dem Laimer Anger zu genehmigen. Dass das Probleme nach sich ziehen würde, sei im Voraus allerdings nicht zu erkennen gewesen. Marek geht davon aus, dass die "Laimer Maibaumfreunde" aufgrund des BA-Beschlusses davon absehen werden, einen Maibaum aufzustellen. Sobald der offizielle BA-Beschluss vorliege, werde das Baureferat auf den Verein einwirken, das Votum des Ausschusses zu berücksichtigen. Da der Verein zum 1. Mai eine Veranstaltung plane, sei es sinnvoll, wenn sich beide Seiten aufeinander zu bewegten. Dazu der Gründer und Vorsitzende der "Laimer Maibaumfreunde", Hans Rotter: "Wir wollen keinen Krieg!"

Eingetragen am 13.12.2005

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